IBM 5160 Problem mit Datenübertragung, Diskettenlaufwerk

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michael86
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IBM 5160 Problem mit Datenübertragung, Diskettenlaufwerk

Beitragvon michael86 » So 24. Nov 2019, 17:02

Hallo,

wie bereits in meiner kurzen Vorstellung erwähnt, habe ich ein kleineres Problem mit meinem 5160.
Hab das Problem jetzt teilweise schon selbst gelöst.

Ich habe vor diesen neu Aufzusetzen und wollte zuvor ein Backup machen.
Der Plan war Norton Commander auf eine Diskette zu kopieren und dann alles über RS232 auf einen anderen Rechner zu übertragen.
Problem dabei war, dass keines meiner Diskettenlaufwerke die Disketten der anderen Laufwerke lesen wollte.
Nach vielem hin und her hab ichs dennoch irgendwie geschafft.
Jetzt stehe ich vor dem Nächsten Problem: Die Installationsdisketten erstellen. Habe diese im *.img-Format vorliegen.
Die Originalen sind garantiert auch noch irgendwo unterwegs, jedoch grad nicht auffindbar und selbst wenn, weiß ich nicht ob der Computer dieses dann auch lesen würde.
Also dachte ich, ich übertrage die Files auf den PC und beschreibe diese mit dem Diskettenlaufwerk , von dem Sie später auch wieder gelesen werden sollen.
Kennt hierzu jemand ein DOS-Programm, welches auf dem 8086 lauffähig ist?

Dann gleich hoch eine Frage: Weiß jemand, wie ich eine Grundeinstellung meiner Diskettenlaufwerke vornehmen kann, ohne auf eine dieser speziellen Disketten (die ich nicht habe) angewiesen zu sein?

Vielen Dank im Voraus.
killaone
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Re: IBM 5160 Problem mit Datenübertragung, Diskettenlaufwerk

Beitragvon killaone » So 24. Nov 2019, 18:35

Grundeinstellung geht zuerst über die passenden DIP-Switches auf dem Mainboard - standardmäßig kann der glaub aber nur mit DD Laufwerken umgehen.


http://minuszerodegrees.net/

auf der Seite findest du tonnenweise INfos zum IBM 5XXX - vielleicht auch die benötigten Setup-Disks

Was du versuchen könntest - zumindest funktionierte das bei meinem Clone Mainboard.

Ich habe ein 16Bit ISA Controller angeschlossen (der Floppy-Teil läuft über den 8Bit Teil des Controllers, nur IDE geht dann nicht) und dort ein GoTek oder normales 3.5" 1.44MB oder 5.25" 1,2MB Laufwerk angeschlossen (mit extra Treiber). 720K Disketten gehen dann immer. Wenn du das Gotek umflashst, sollten auch direkt die IMG Dateien gelesen werden können.

Booten geht aber nur von DD Disks imho.

.img, kannst du ganz bequem per winimage auf Diskette oder per USB-Floppy-Manager 1.40 auf einen Gotek-USB-Stick ziehen.

Ist zwar alles nicht 100% authentisch, aber so umgeht man einige Hürden.
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schubl
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Re: IBM 5160 Problem mit Datenübertragung, Diskettenlaufwerk

Beitragvon schubl » So 24. Nov 2019, 21:28

Den NC kannst Du auch per RS232-Kabel auf den anderen Rechner klonen...
Dann sparst Du Dir das erstellen der Disketten...
Einfach im Menü "Commander klonen" oder so auswählen, dann am ZielPC die Kommandos eingeben die Dir angezeigt werden und läuft...

schubl
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michael86
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Re: IBM 5160 Problem mit Datenübertragung, Diskettenlaufwerk

Beitragvon michael86 » Mo 25. Nov 2019, 20:07

Also erstmal Danke an alle, die versuchen mir zu helfen.
Scheinbar hab ich mich etwas missverständlich ausgerückt. Deshalb hab ich nicht die Antworten bekommen, die ich mir eigentlich erhofft hatte.
Naja, habs inzwischen selbst herausgefunden, wie ich es machen kann.
Also für alle, die vor dem selben Problem stehen, können dies hier als grobe Anleitung nehmen.

Hab den Norton Commander rüber kopiert bekommen. Mit viel Geduld und etwas Glück auf Diskette.
Das Klonen über seriell funktioniert erst ab Version 5. Vielleicht auch mit 4 aber die besitze ich nicht.
Ich habs auch anfangs versucht, die Dateien werden auch anstandslos kopiert, aber die NC5 läuft auf dem alten Rechner nicht. Somit musste ich auch NC3 ausweichen, welche auch kein Klonen unterstützt, daher der Weg über Diskette.
Vielleicht hab ich auch nur zu kompliziert gedacht. Aja, und ich musste auf beiden PCs die selbe Version verwenden.
NC5 kann scheinbar nicht mit NC3 kommunizieren. Jedenfalls bei mir hat das nicht funktioniert.

Als nächstes hab ich mir die ganzen Images kopiert und die Installationsdisketten angefertigt. (Hat mit diskcopy aus FreeDOS funktioniert. Die MS-DOS oder PC-DOS-Version kann NICHT *.IMG-Files lesen oder schreiben)

Nächster Schritt, nachdem ich von allen Installationsdisketten nochmal ne Kopie mache (sicher ist sicher)
ist die Low-Level-Formatierung der Festplatte. Verwende hierzu die IBM ADVANCED DIAGNOSTICS Version 2.20.
Falls hierzu jemand Tipps oder Ideen hat, wie ich es NICHT machen soll, oder ob ich noch was beachten muss, gerne zu.

Dann werde ich wieder PC-DOS 3.30 installieren (so wie es früher war, glaube ich)
Wo wir gerade über Originalzustand reden, weiß jemand, wie die Original Anordnung der Einsteckkarten war?
Auf jedem Bild, das ich im Internet fand, sieht diese Konfig anders aus.
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Phoenix
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Re: IBM 5160 Problem mit Datenübertragung, Diskettenlaufwerk

Beitragvon Phoenix » Mi 27. Nov 2019, 11:59

Hallo Michael,

wenn du die Images unter DOS auf einem anderen System erstellst, hilft dir evtl. DRIVPARM weiter.
Ich geh jetzt mal dovon aus, daß dein Laufwerk nur SS kann und deshalb nur eine Seite der Diskette verwendet.
Wenn du die Disketten auf einem DS Laufwerk erstellst hast du schon verloren.


Wenn du die Disk auf dem Bild nimmst, siehst du am rechten Rand eine Kerbe eingelocht die macht den unterschied
zwischen SingleSide Disketten und DoubleSide Disketten aus. (keine Kerbe SS, mit Kerbe DS)
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:5.2 ... skette.jpg

Wenn du die Kerbe mit den mitgeliefertern oder ähnlichem Aufklebern zuklebst hast du eine SingleSide Disk fertig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:5_2 ... ketten.jpg
Die Kleinen schwarzen sind da, um aus einer DS eine SS Disk zu machen.

Dann sollte es klappen, wenn dein Laufwerk im modereneren Computer SS Disketten noch lesen kann.
Kann auch sein, daß dein Laufwerk schon an altersschwäche leidet oder die Köpfe nicht mehr richtig justiert sind.
Für die Justierung gab es Tools; oder gab es die nur auf dem C64 ???!

Festplatte:
Soweit ich mich erinner, brauchte man bei MFM/RLL/SCSI Festplatten eine LowLevel Formatierung nur durchführen wenn
die Festplatte neu war.
Ich hoffe hier ist noch ein alter Hase der mehr dazu sagen kann.
Ansonsten brauchst du noch ein Disk Park Tool, das die Köpfe an das Ende der Platte fährt bevor du sie ausschaltest und
vor allem transportierst oder ausbaust.
Ansonsten, Modell, Typ, Hersteller???


Code: Alles auswählen

.context Drivparm
.context @L8086
:nDRIVPARM
:z3
\i\a\pAnmerkungen\v@L8087\v\i\p  \i\a\pBeispiel\v@L8088\v\i\p
\b\i────────────────────────────────────────────────────────────────────────────\p
 
                                  \bDRIVPARM\p
 
Definiert Parameter für Geräte, wie z.B. Gerätetreiber und Bandtreiber ,
wenn Sie MS-DOS starten. Sie können diesen Befehl nur in Ihrer
CONFIG.SYS-Datei verwenden.
 
Der Befehl DRIVPARM ändert die Parameter eines existierenden physischen
Laufwerks. Er erzeugt kein neues logisches Laufwerk. Die im Befehl DRIVPARM
angegebenen Einstellungen überschreiben die Treiberdefinitionen für ein
vorher definiertes Gerät.
 
\bSyntax\p
 
    DRIVPARM=/D:Nummer [/C] [/F:Faktor] [/H:Köpfe] [/I] [/N] [/S:Sektoren]
    [/T:Spuren]
 
\bOptionen\p
 
/D:Nummer
    Bezeichnet die Nummer des physischen Laufwerks. Werte für Nummer müssen
    im Bereich 0 bis 255 liegen (z.B. ist 0 = Laufwerk A:, 1 = Laufwerk B:,
    2 = Laufwerk C: usw.).
 
/C
    Gibt an, daß das Laufwerk entdecken kann, ob die Laufwerksverriegelung
    geschlossen ist.
 
/F:Faktor
    Bezeichnet die Art des Laufwerks. Die folgende Liste zeigt gültige Werte
    für Faktor mit einer Kurzbeschreibung. Der Standardwert ist 2.
 
    0
        160 KB/180 KB oder 320 KB/360 KB
 
    1
        1,2 Megabyte (MB)
 
    2
        720 KB (3,5-Zoll-Diskette)
 
    5
        Festplatte
 
    6
        Band
 
    7
        1,44 MB (3,5-Zoll-Diskette)
 
    8
        Optische Platte zum Lesen und Schreiben
 
    9
        2,88 MB (3,5-Zoll-Diskette)
 
/H:Köpfe
    Bezeichnet die maximale Anzahl der Köpfe. Werte für Köpfe müssen im
    Bereich 1 bis 99 liegen. Der Standardwert hängt von dem Wert für
    /F:Faktor ab.
 
/I
    Bezeichnet ein elektronisch kompatibles 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk.
    (Elektronisch kompatible Laufwerke sind in Ihrem Computer installiert
    und verwenden Ihren eingebauten Diskettenlaufwerk-Controller.) Verwenden
    Sie die Option /l, wenn das ROM BIOS Ihres Computers keine
    3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke unterstützt.
 
/N
    Bezeichnet eine nicht auswechselbare Blockeinheit.
 
/S:Sektoren
    Bezeichnet die Anzahl der Sektoren pro Spur, die die Blockeinheit
    unterstützt. Werte für Sektoren müssen im Bereich 1 bis 99 liegen. Der
    Standardwert hängt von dem Wert ab, den Sie für /F:Faktor angeben.
 
/T:Spuren
    Bezeichnet die Anzahl der Spuren pro Seite, die die Blockeinheit
    unterstützt. Der Standardwert hängt von dem Wert ab, den Sie für
    /F:Faktor angeben.
 
                                      
.context Drivparm--Notes
.context @L8087
:nDRIVPARM--Anmerkungen
:z3
\i\a\pBeispiel\v@L8088\v\i\p  \i\a\pSyntax\v@L8086\v\i\p
\b\i────────────────────────────────────────────────────────────────────────────\p
 
                           \bDRIVPARM──Anmerkungen\p
 
\bVerwenden der Option /I\p
 
Verwenden Sie die Option /I, wenn Ihr System keine
3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke unterstützt. (Einige IBM PC/AT-kompatible
Systeme besitzen ein ROM BIOS, das keine 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke
unterstützt.)
 
\bÜberwachung der Laufwerksverriegelung\p
 
"Überwachung der Laufwerksverriegelung" bedeutet, daß ein physisches
Diskettenlaufwerk entdecken kann, ob die Laufwerksverriegelung geöffnet oder
geschlossen ist. Durch die Überwachung der Laufwerksverriegelung werden
Diskettenoperationen schneller, da MS-DOS mitgeteilt wird, ob eine Diskette
durch eine andere ersetzt wurde. Wenn Sie die Option /C angeben, benutzt
MS-DOS diese Funktion. Um zu ermitteln, ob Ihr Laufwerk die
Laufwerksverriegelung überwachen kann, schlagen Sie in der Dokumentation des
Laufwerkherstellers nach.
 
\bErstellen eines logischen Laufwerks\p
 
DRIVPARM ändert die Parameter eines existierenden physischen Laufwerks; der
Befehl erstellt kein neues logisches Laufwerk.
 
                                      
.context Drivparm--Example
.context @L8088
:nDRIVPARM--Beispiel
:z3
\i\a\pSyntax\v@L8086\v\i\p  \i\a\pAnmerkungen\v@L8087\v\i\p
\b\i────────────────────────────────────────────────────────────────────────────\p
 
                             \bDRIVPARM──Beispiel\p
 
Angenommen, Ihr System besitzt ein internes Bandlaufwerk mit einem Kopf als
Laufwerk D:, das beim Starten so konfiguriert wird, daß es 20 Spuren à 40
Sektoren pro Spur schreibt. Um dieses Laufwerk so umzukonfigurieren, daß es
10 Spuren von jeweils 99 Sektoren schreibt, fügen Sie Ihrer Datei CONFIG.SYS
folgende Zeile hinzu:
 
    drivparm=/d:3 /f:6 /h:1 /s:99 /t:10
 
                                      

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