Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

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CptKlotz
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon CptKlotz » So 13. Feb 2011, 14:52

Ja, da muß ich Dr. Creep ein wenig recht geben... So richtig mein Ding sind allzu realistische Szenarien auch nicht.

Ehrlich gesagt ist mir z.B. die amerikanische Außenpolitik sehr zuwider und ich habe deswegen auch nicht unbedingt Bock auf irgendwelche Vietnam- und Irak-Szenarien.

Generell habe ich aber keine Schwierigkeiten, auch ein Kriegsspiel zu zocken... Die Frage ist eben, wie ernst man sowas nimmt. Schach ist auch ein simulierter Krieg, wenn auch abstrakter.

Lieber sind mir aber schon fiktionale Szenarien.


Die Grafik von Gran Turismo 5 sieht echt nett aus. Ich hatte seinerzeit 'ne ganze Zeit lang GT3 auf der PS2 gespielt. Das Fahrgefühl fand ich super, aber das Spiel an sich wurde mir irgendwann viel zu "hardcore". Irgendwann wurden die Rennen sehr lang und die Gegner sehr gut und mir hat irgendwie die Motivation gefehlt, das so richtig lange zu zocken.

Wahrscheinlich bin ich echt mittlerweile ein Casual Gamer, was wahrscheinlich auch meine Präferenz für den DS erklärt und meinen Mangel an Interesse an "High-Tech"-Konsolen.

Minecraft sieht witzig aus... Das ist echt mal eine Neuinterpretation des Themas "Klötzchengrafik". Generell mag ich eigentlich witzige oder abgefahrene Ideen mittlerweile viel mehr als "Männchen totschießen 2011 Edition - jetzt neu: mit noch mehr Polygonen".

Starcraft 2 könnte vielleicht auch Spaß machen... Warcraft 1 + 2 und Starcraft haben jedenfalls viel Spaß gemacht. Manche Leute scheinen aber Starcraft 2 auch vorzuwerfen, daß es ein bißchen *zu* Hardcore-Gamer-orientiert ist...

Wahrscheinlich ist meine olle Gurke von PC dafür aber etwas schwach, obwohl er mir für alles andere noch reicht.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon Dosenware » So 13. Feb 2011, 18:07

zum Thema Kriegsspiel: http://www.thedutycalls.com/
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon freecrac » Mo 14. Feb 2011, 10:35

Doctor Creep hat geschrieben:Mein Ding sind diese Kriegsszenarien a la "Voll geiler 2.Weltkrieg lass mal Berlin und so plattmachen bis kein Baum mehr steht" nicht so. Interessant finde ich auch, daß in den begeisterten GameMags WarShooter-Reviews dann dieses Kriegskauderwelsch a la "Gegner ausschalten" etc benutzt wird.

Ich empfehle mal diesen Youtube Clip in Ruhe anzuschauen (nein - kein Splatter) - ein wenig nachzudenken - und dann mal schaun wie der nächste "voll geile Napalm Abwurf" in "lass mal Vietnam plattmachen 10" kommt.

http://www.youtube.com/watch?v=HxfJgN0_JXQ

Und das sage ich als jemand der gerne mal ne Runde Carmageddon daddelt. Ich halte diesen Splatter auf Rädern für weniger bedenklich...

Doc

Real ist das natürlich verabscheuungswürdig und im Ernstfall wäre ich zu 100% fahnenflüchtig, bzw. ich würde zu aller erst auf die eigenen Offiziere(potenzielle Mörder) schiessen der mir den Befehl dazu geben auf andere Menschen zu schiessen.
Diese Warnung habe ich auch schon den Offizieren bei der BW während meiner Wehrpflicht gegeben. Ich würde mich selber zwar auch verteidigen, aber doch nicht ein Stück Land was mir selber gar nicht gehört, oder das Eigentum von Milliardären.
Wie komme ich dazu mein Leben zu riskieren für Menschen die mit unserem Geld Kriege finanzieren und durch einen Krieg noch reicher werden. So blöd bin ich garantiert nicht das ich dabei freiwillig mitwirke.
Im allerhöchsten Maße finde ich auch die jüngste Entwicklung bedenklich, die mit dem EU-Vertrag auf uns zukommt, wenn dort die Rede davon ist das alle europäischen Staaten eine Verpflichtung haben aufzurüsten und das
hier bei einem fernen Verdacht es könnte sich bei einer Versammlung um einen zivilen Aufstand handeln, die Todesstrafe wieder eingeführt wird. Siehe dazu auch die Beiträge von Karl Albrecht Schachtschneider.
Zum Glück wurde der Vertrag von Deutschland in dieser Form nicht ratifiziert und Östereich täte gut daran diesen Vertrag wieder aufzukündigen.

Doch ich unterscheide schon seit meiner Kindheit, als ich mit meinem Bruder noch mit Plastikpanzer spielte, zwischen Spiel und Realität.
So habe ich auch keine Probleme damit Kriegssimulationen wie auch z.B. Battlefield 1948 zu spielen. Hierbei geht es ja auch nicht darum realen Menschen einen Schaden zuzufügen, sondern darum gemeinsam Spaß zu haben.
Ob man nun jeweils auf einem Zettel Schiffe versenken spielt, oder dazu einen PC verwendet macht für mich keinen so großen moralischen Unterschied, solange dadurch kein realer Mensch zu Schaden kommt.

Dirk
Zuletzt geändert von freecrac am Mo 14. Feb 2011, 12:03, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon CptKlotz » Mo 14. Feb 2011, 11:17

Ja, ich glaube im Prinzip sind wir uns da einig. Ich zocke ja auch DOOM, obwohl ich im echten Leben weder eine Kettensäge noch eine Plasmawumme bei mir trage. Selbst die Pumpgun lasse ich meistens zuhause :-)

Aber manche Spiele sind mir dann doch ein bißchen zu "krank", wie Soldier Of Fortune (man kann dem Gegner alle Körperteile einzeln wegpusten) oder zu pseudo-realistisch (Command & Conquer mit Irak-Szenario).

Kann man bei Joint Operations die Fahrzeuge eigentlich auch selbst fahren oder kann man denen nur Befehle erteilen? Mir wird das aus den Beschreibungen und Videos nicht so recht klar.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon freecrac » Mo 14. Feb 2011, 12:00

CptKlotz hat geschrieben:So richtig mein Ding sind allzu realistische Szenarien auch nicht.

Warum eigentlich nicht, bzw. was gibt es für Gründe einen rel. hohen Grad an Realismus bei virtuellen Spielen nicht zu mögen?

Für mich kann die virtuelle Grafik und auch die Bewegung gerne immer noch realistischer werden. Nur fehlt es den meisten modernen "Grafiksimulationen" die als Spiele verkauft werden oft an Spielbarkeit.

...

Einmal habe ich eine schlichte Map (für Joint Operations) gebastelt, wo wir über ein schmales Brett von einem Helkopter zum anderen Helikopter herüber balancieren können.
Unter sah man ein paar Häuser und ein paar Bots damit man eine ungefähre Vorstellung davon bekommt wie hoch wir uns befinden.
Höhenangst kann man so auch ganz real erleben ohne sich körperlich selber in Gefahr zu begeben. Quasi Adrinalin pur in der Hoffnung das die eigene Sensibilität dabei nicht zu sehr abstumpft.

..

Damals in jungen Jahren als wir noch mit dem Mottorrad in der realen Welt herumgerast sind war das noch anders. Von HH-Barmbek nach HH-Harburg in nur 10 Minuten (die Autobahn wurde erst später gebaut)
haben wir ganz gewiss übertreiben. Bei roten Ampeln kurzzeitig auf 60 kmh runtergebremst (gesehen das passt) um dann mit bis zu 180 kmh weiterzurasen, das war schon grenzwertig.
Trotzdem haben wir nie einen Reiz darin verspührt S-Bahn-Surfer zu werden, um z.B. andere Fahrgäste von draussen an die Fensterscheibe geklopft zu erschrecken.
Als 16 Jähriger Nachts auf dem hamburger Kiez(nicht zu vergleichen mit dem heutigem) war es auch so schon gefährlich genug. Nicht gerade selten bekam man einen Überfall,
Messerstecherei und andere körperliche Gewalt zu sehen, auch wenn man solche Dinge aus dem Weg gegangen ist.

Dirk
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon Doctor Creep » So 27. Feb 2011, 11:52

freecrac hat geschrieben:ich würde zu aller erst auf die eigenen Offiziere(potenzielle Mörder) schiessen der mir den Befehl dazu geben auf andere Menschen zu schiessen.
Diese Warnung habe ich auch schon den Offizieren bei der BW während meiner Wehrpflicht gegeben. Ich würde mich selber zwar auch verteidigen, aber doch nicht ein Stück Land was mir selber gar nicht gehört, oder das Eigentum von Milliardären.


Ich glaube, Du hättest lieber verweigern sollen ;)


freecrac hat geschrieben:Doch ich unterscheide schon seit meiner Kindheit, als ich mit meinem Bruder noch mit Plastikpanzer spielte, zwischen Spiel und Realität.
So habe ich auch keine Probleme damit Kriegssimulationen wie auch z.B. Battlefield 1948 zu spielen. Hierbei geht es ja auch nicht darum realen Menschen einen Schaden zuzufügen, sondern darum gemeinsam Spaß zu haben.


In einem aktuellen Shooter (Name?) wird schon vom Spieler gefoltert. Mit dieser Argumentation kann man IMO alles relativieren. Ist ja nur ein Spiel.
Ich halte obiges verbunden mit dem unsäglichen Militärkauderwelsch (Feinde ausschalten, etc) für gefährlich.

Gruss zurück aus Hamburg

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P.S. Wann warst Du auf dem Kiez unterwegs? Noch in den 1980s? Barmbek->Harburg 10Min? Uuuups!
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon wretch » So 27. Feb 2011, 23:01

CptKlotz hat geschrieben:Ja, ich glaube im Prinzip sind wir uns da einig. Ich zocke ja auch DOOM, obwohl ich im echten Leben weder eine Kettensäge noch eine Plasmawumme bei mir trage. Selbst die Pumpgun lasse ich meistens zuhause :-)

Heute konnte ich meinen älteren Bruder endlich mal zu einer Runde DOOM und DUKE NUKEM 3D per DOS Netware Netzwerk-Client überreden. Man, das hat mal wieder richtig Spaß gemacht.
Zu zweit ist der Spielmodus CO-OP natürlich am Besten - also gemeinsam gegen die KI-Gegner.
Bei beiden Titeln ist mir der ständige Mangel an Munition aufgefallen, besonders bei DUKE NUKEM 3D.
So eine Retro-LAN-Session kann ich jedem, der auf diese alten Spiele steht nur empfehlen. So etwas übers Internet zu bewerkstelligen ist ja leider nicht so einfach, obwohl ich da auch schon einen Plan im Kopf hätte ... *g*
Immer noch auf der Suche nach einem Roland MPU-401/AT
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon DosX » Mo 28. Feb 2011, 07:41

wretch hat geschrieben: So etwas übers Internet zu bewerkstelligen ist ja leider nicht so einfach, obwohl ich da auch schon einen Plan im Kopf hätte ... *g*


Das sollte mit DosBox auf beiden Seiten gehen, da IPX durch TCP/IP getunnelt wird.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon elianda » Mo 28. Feb 2011, 12:01

DosX hat geschrieben:
wretch hat geschrieben: So etwas übers Internet zu bewerkstelligen ist ja leider nicht so einfach, obwohl ich da auch schon einen Plan im Kopf hätte ... *g*


Das sollte mit DosBox auf beiden Seiten gehen, da IPX durch TCP/IP getunnelt wird.


Das ist normalerweise kein Problem. Was bedeutend schwieriger ist - ein Rechner Dosbox und ein echter DOS-PC. Dosbox unterstuetzt kein IPX/SPX direkt, selbst wenn man es als Protokoll installiert hat.
Diverse Retro-Computer vorhanden.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon freecrac » Di 1. Mär 2011, 11:07

Doctor Creep hat geschrieben:
freecrac hat geschrieben:ich würde zu aller erst auf die eigenen Offiziere(potenzielle Mörder) schiessen der mir den Befehl dazu geben auf andere Menschen zu schiessen.
Diese Warnung habe ich auch schon den Offizieren bei der BW während meiner Wehrpflicht gegeben. Ich würde mich selber zwar auch verteidigen, aber doch nicht ein Stück Land was mir selber gar nicht gehört, oder das Eigentum von Milliardären.


Ich glaube, Du hättest lieber verweigern sollen ;)


Das habe ich (1977), aber leider ohne Erfolg. Nachdem ich über eine halbe Stunde lang die Gelegenheit dazu bekam mein Anliegen vorzutragen,
beteuerte man mir (ganz ohne auch nur auf eines meiner Argumente einzugegangen zu sein) mit den Worten das man nun sehen könnte,
das ich noch nicht reif genug dafür sei darüber zu entscheiden was für mich gut und richtig wäre. Alternativ hätte ich auch mit einer Betonwand kommunizieren können.
Eine schriftliche Begründung bekam ich nie, sondern nur eine schlichte Ablehnung meiner Verweigerung.
(Vergleiche zur nationalsozialischtische "Kriegsstrafverfahrensordnung“ (KStVO)... bei der wurde den Angeklagten gleichzeitig jede Berufungsmöglichkeit genommen...sind beabsichtigt.)
Wer nun denkt das sei nicht mehr aktuell, mit der Aberkennung seiner Bürgerrechte steht auch heute der Soldat nach seiner Einberufung bei der BW unter Militärrecht.
Damit begann meine Betätigung zur Untergrabung der Disziplin bis hin zur Wehrkraftzersetzung. Von einer "Heimtücke" kann bei mir aber nicht ausgegagen werden, da ich meine Absichten und meine Gesinnung stets vorher bekannt gebe.

Von einer Volkssouveränität sind wir Deutschen weiter als je zu vor entfernt und die letzten Merkmale einer Demokratie schwinden (fast) ohne Widerstand mit dem europäischen (neoliberalen) Vertragswerk aus der gesamten Region.
Hierbei verpflichten sich alle europäischen Staaten (neben der Wiedereinführung der Todesstrafe) auch militärisch aufzurüsten und mit der uneingeschränkten Verkehrsfreiheit des Kapitals auch mit Kinderarbeit und mit dem Verzicht
von Arbeitsschutzbestimmungen, ganz ohne auf gesundheitlichen Belange der ortlichen Beschäftigten oder dortige Umweltschäden zu achten, um damit maximale Gewinne der Globalplayer zu erzielen.
Während die Bemühungen um über einen regionalen Binnenmarkt eine Selbstversorgung dritter Welt-Staaten zu erzielen, damit sie jemals aus ihrer Schuldenfalle auch wieder herauskommen können,
nachdem man deren Völker in der Vergangenheit im Zuge der imperialistischen "Befreiung" ihre Bodenschätze beraubt hatte, werden dabei extrem berhindert bzw. vom Markt völlig verdrängt.
Beim Schuster an der Ecke, oder beim Tante-Emma-Laden konnte man für eine Mark mehr noch Qualität erwarten und auch als Kunde quasi noch selber bestimmen welche Produkte man erwerben möchte.
Handwerker konnten auch noch andere Handwerker bezahlen für Arbeiten aus einem anderen Handwerksbereich. Obst-Bauer durften noch selber bestimmen welche Äpfel sie anbauen, die von ihren Kunden gerne gekauft wurden.
Monsanto hatte noch kein Patent auf Schweinezucht und konnte noch nicht unseren Bauern, dessen Familien seit Generationen Schweine züchtet, diese Tätigkeit verbieten.

Derartige Urteile einem Bauern seine landwirtschaftliche Existenz zu berauben können nur durch kriminelle Beamte und kriminelle Staatsbedienstete und einem enormen Machtmißbrauch der hiesigen Regierungsklicke vollzogen werden.
Ein Großteil aller Selbstmörder(es sind tausende Büger jedes Jahr die einen Freitod vorziehen) sind wohl auch bei solchen Justizopfern wieder zu finden.
Würden die sich alle auf den Treppen des Bundestages aufstapeln, dann würde man jene auch besser zur Kenntniss nehmen können und wie hier in diesem Land politische Ämter mißbraucht werden.

freecrac hat geschrieben:Doch ich unterscheide schon seit meiner Kindheit, als ich mit meinem Bruder noch mit Plastikpanzer spielte, zwischen Spiel und Realität.
So habe ich auch keine Probleme damit Kriegssimulationen wie auch z.B. Battlefield 1948 zu spielen. Hierbei geht es ja auch nicht darum realen Menschen einen Schaden zuzufügen, sondern darum gemeinsam Spaß zu haben.


In einem aktuellen Shooter (Name?) wird schon vom Spieler gefoltert. Mit dieser Argumentation kann man IMO alles relativieren. Ist ja nur ein Spiel.
Ich halte obiges verbunden mit dem unsäglichen Militärkauderwelsch (Feinde ausschalten, etc) für gefährlich.

Worte können schon verletzend sein. Wer leibhaftig militärische Gewalttaten miterlebt hat, der wird bestimmt nur schwer ein Verständniss für Egoshooter entwickeln können.

Ich bezweifel es allerdings das die meisten Spieler von Egoshootern solche Szenen die sie virtuell spielen auch in ihrem Leben einmal real erleben möchten.
Denn das sind zwei völlig verschiedene Betätigungsfelder deren Chargon im Gebrauch auch einen anderen Sinn ergeben und auch wenn (von Seiten der Spieler) ein beabsichtigtes Verwechspotenzial besteht,
haben wir hierbei eine gänzlich andere Bedeutung der sich gravierend unterscheidenden Inhalte, die sich aus den jeweils völlig unterschiedlichen Aktivitäten heraus ergeben.

Gruss zurück aus Hamburg

Doc

P.S. Wann warst Du auf dem Kiez unterwegs? Noch in den 1980s? Barmbek->Harburg 10Min? Uuuups!

Mit 18 (1978) war meine Kiezzeit eigentlich schon wieder zu Ende. Danach bin ich immer seltener auf Piste gewesen.

Dirk
Zuletzt geändert von freecrac am Di 1. Mär 2011, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon freecrac » Di 1. Mär 2011, 11:40

wretch hat geschrieben:Bei beiden Titeln ist mir der ständige Mangel an Munition aufgefallen, besonders bei DUKE NUKEM 3D.

Hier bin ich klar im Vorteil. Bei eigenen Maps für Joint Operations kann ich selber genug Munitionskisten plazieren wo ich möchte.

So eine Retro-LAN-Session kann ich jedem, der auf diese alten Spiele steht nur empfehlen. So etwas übers Internet zu bewerkstelligen ist ja leider nicht so einfach, obwohl ich da auch schon einen Plan im Kopf hätte ... *g*

Ich habe es selber noch nie ausprobiert ob VPN-Clienten wie Hamachi, Wippien(braucht nur Jabber-Acount), Tunngle, Easy-VPN, BattleLAN...ggf. über DOSBox sich auch mit IPX/SPX zur Zusammenarbeit übereden lassen.

@DosX: Womit hast du es hinbekommen?

Dirk
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon DosX » Di 1. Mär 2011, 16:09

freecrac hat geschrieben:@DosX: Womit hast du es hinbekommen?


Ich habe das nicht getestet aber diese Anleitung http://www.angryflo.de/dosbox.htm#IPX beschäftigt sich genau mit dieser Ausgangssituation DosBox und Tunneling von iPX durch TCP/IP.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon wretch » Di 1. Mär 2011, 18:35

Also nach dieser Anleitung sieht es für mich recht plausibel aus, könnte funktionieren.
Aber das es mit DOSBox nicht ohne so große Hürden geht - hm, damit habe ich gerechnet ... es ist ja nun kein reines DOS.
Ich würde ja lieber mit dem reinen DOS-Rechner übers Internet eine Verbindung versuchen. Das geht dann natürlich nur über einen zweiten Rechner, der dann eben per IP-Tunnel die IPX-Daten weiterleitet.
Ob das geht und ob es von der Performance her nutzbar ist wäre eine andere Frage.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon DosX » Di 1. Mär 2011, 20:26

wretch hat geschrieben:Ich würde ja lieber mit dem reinen DOS-Rechner übers Internet eine Verbindung versuchen. Das geht dann natürlich nur über einen zweiten Rechner, der dann eben per IP-Tunnel die IPX-Daten weiterleitet.
Ob das geht und ob es von der Performance her nutzbar ist wäre eine andere Frage.


Ich verstehe nicht warum man gegenüber den Emulatoren / Virtualisierern vorbehalte hat. Man hat in der Regel ein vernünftiges OS als Basis darunter und die virtuelle Umgebung kann eine Hardwareumgebung emulieren, welche dann von allen benutzt werden kann. Man bedenke doch, das DOS, sagen wir es mal freundlich, ein einfaches OS ist.

Ich gehe sogar soweit zu behaupten, das DOS heutzutage nur noch sinnvoll, und sogar unter Ausschaltung der Defizite, in einer virtuellen Umgebung eingesetzt werden sollte. Ausser man verwendet DOS auf alter Hardware aber das macht wohl auch nur dann Sinn, wenn man diese aus Liebhaberei reaktivieren will oder wenn es andere emotionale Gründe gibt. Produktiv kann man DOS Apps einsetzen aber dann eben mit dem richtigen Unterbau eines ordentlichen OS.

Zum Thema IPX / TCP/IP
Das ganze unter reinem DOS laufen zu lassen würde ich erst gar nicht anfangen zu überlegen, denn du müsstest neben IPX, was noch relativ schlank ist, auch noch TCP/IP laden und da DOS dann wohl an seine Speichergrenzen bei weitem gelangt, wird es wohl keinen Sinn machen sich damit zu beschäftigen. Ob dann nämlich noch Luft für ein Spiel oder Applikation ist möchte ich bezweifeln.
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Re: Was zockt ihr gerade (halbwegs) aktuelles?

Beitragvon freecrac » Mi 2. Mär 2011, 09:44

DosX hat geschrieben:Ich gehe sogar soweit zu behaupten, das DOS heutzutage nur noch sinnvoll, und sogar unter Ausschaltung der Defizite, in einer virtuellen Umgebung eingesetzt werden sollte. Ausser man verwendet DOS auf alter Hardware aber das macht wohl auch nur dann Sinn, wenn man diese aus Liebhaberei reaktivieren will oder wenn es andere emotionale Gründe gibt. Produktiv kann man DOS Apps einsetzen aber dann eben mit dem richtigen Unterbau eines ordentlichen OS.

In virtuellen Umgebungen gibt es aber das Problem, das man selber nicht in den Protectmode/Unrealmode schalten kann und aus diesem Grund boote ich doch lieber ein echtes DOS.
Auch ist es mir in der DOSbox noch nicht gelungen hohe Vesamodi mit etwa 1920x1200x32 einzuschalten. Solche Defizite von virtuellen Umgebungen sind für mich als Programmierer von enormer Bedeutung.
Denn nicht jeder hat die Lust dazu sich mit den Widrigkeiten diverser EMS-Speichermanager herumzuärgern oder nur VGA-Modi zu verwenden
(den oberen Speicher kann ich selber für meine Anwendungen allemale besser verwalten und ihn damit auch unmittelbar linear in einem Stück verwenden).
Für mich gibt es keine ernstzunehmende Alternative als Ersatzt für ein echten DOS. Virtuelle Umgebungen für DOS betrachte ich daher eher nur als eine Notlösung.

Dirk

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