A note from your friendly neighbourhood computer expert guy…

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bootdisk
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A note from your friendly neighbourhood computer expert guy…

Beitragvon bootdisk » Di 2. Feb 2010, 23:59

Ich find es lustig...
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CptKlotz
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Re: A note from your friendly neighbourhood computer expert guy…

Beitragvon CptKlotz » Mi 3. Feb 2010, 12:53

Das ist wirklich lustig und entspricht genau meinen Erfahrungen mit den DAUs, die ich so kenne.


"We don't magically know how to do everything in every program"


Das bringt es auf den Punkt... Leute, die wenig Ahnung/Interesse haben, was Computer angeht, scheinen meistens zu glauben, daß es bei Menschen ein Attribut gibt "Kennt sich mit Computern aus". Leute, bei denen dieses Attribut (vermeintlich) zutrifft, müssen dann jede Computerfrage aus dem Stegreif beantworten können.

Da wird dann ein Programmierer gefragt, wie man ein DVD-Laufwerk einbaut (obwohl das gar nicht seine "Baustelle" ist, auch wenn natürlich eine Chance besteht, daß er's weiß) oder Linux-User zu Windows befragt usw. usw...

Außerdem scheinen Computer-Newbies immer davon auszugehen, daß es den "Freaks" Spaß macht, sich mit jeglicher Art von Computerfrage auseinanderzusetzen - als ob es nichts Schöneres gäbe, als auf irgendeinem Rechner Windows zu installieren oder einen E-Mail-Account einzurichten oder blöde Fragen zu beantworten, die Google in weniger Zeit besser beantwortet hätte.

Überhaupt scheint bei "nicht-technikaffinen"-Menschen irgendeine Hemmung zu bestehen, selbst zu denken oder sich Informationen zur Frage zu suchen... Eben wie es das Flußdiagramm-Bildchen besagt: Einfach mal gucken, welche Option passen könnte oder mal was ausprobieren oder im Zweifel mal googlen - was anderes machen "wir" ja auch nicht. Wir lösen solche Computerprobleme ja auch nicht durch magische Geek-Fähigkeiten sondern meistens einfach durch Beobachtung, logisches Denken und vielleicht etwas STFW und RTFM.

Ist das eigentlich ein absichtliches Doofstellen, damit man die Arbeit auf andere abwälzen kann oder ist das so eine "Reh im Scheinwerferlicht"-Angststarre, wenn die Leute mit Technik konfrontiert sind? Glauben die, daß der PC explodiert, weil sie mal in ihrem E-Mail-Client den falschen Menüeintrag anklicken?

Da hat man dann Leute, die durchaus ein anständiges Bildungsniveau haben und im Leben erfolgreich sind, aber sobald sie ein Stück Technik in der Hand haben, verhalten sie sich wie ein Neandertaler, der gerade seinen ersten Computer gefunden hat.


Die philosophische Frage, die man da stellen kann, ist die, ob es jetzt die Computer sind, die sich besser den Menschen anpassen müßten oder umgekehrt. Versuche, Computer verständlicher zu machen, gab es ja schon viele, aber vom Erfolg bin ich da nicht in jedem Fall so überzeugt. Teilweise machen es die ganzen "Wizards" und "Assistenten" eher schwieriger, wirklich zu durchschauen, was im Computer passiert und je mehr der User mit bunten GUIs vom "Innenleben" des Computers abgeschirmt wird, desto weniger durchschaut er vielleicht, was da eigentlich vor sich geht und um so mehr wird er dazu erzogen, sich die DAU-Mentalität zueigen zu machen ("das ist alles höhere Magie, die nur von Computerfreaks verstanden wird"). In vielen Fällen machen "idiotensichere" Programme die Arbeit eher schwerer als einfacher, vor allem, wenn man ziemlich genau weiß, was man will.

Vielleicht müßte sich einfach mal die Erkenntnis durchsetzen, daß die Bedienung eines Computers gewisse Kenntnisse voraussetzt. In einer Zeit, in der wir uns immer mehr auf Computer und Technik verlassen, sollten solche Kenntnisse genauso Teil der Allgemeinbildung werden wie z.B. Lesen, Schreiben und Rechnen.

Sicher muß nicht jeder lernen, Maschinensprache zu lesen, aber es wäre sicher sinnvoll, zu verstehen, was ein Computer eigentlich macht und wie er im Groben funktioniert. Daß es daran meist schon hapert, sieht man z.B. exemplarisch an unseren "lustigen Suchbegriffen", bei denen die Leute gerne "normale Sprache" eingeben, obwohl eine Suchmaschine damit nichts anfangen kann. Die Idee, daß ein Rechner etwas "verstehen" kann ist doch völlig abwegig, solange die PCs einfach sehr sehr schnelle Taschenrechner sind (und das werden sie wohl auch noch 'ne Weile bleiben). Ich denke solche "Müllkonzepte" in den Köpfen sind es auch, die die Leute davon abhalten, den Computer so grob zu durchschauen und zu verstehen, was und wie funktionieren kann und was nicht.

Das würde vielleicht mehr bringen, als zu versuchen, alles idiotensicher zu machen, nur damit der Anwender völlig verlernt, eigenständig zu denken und dann bei der ersten Frage unfähig ist, sich selbst zu helfen.

Gruß,
Stephan (der seine Kenntnisse auch nur als "leicht fortgeschritten" betrachtet. Zum Einrichten eines Netzwerkes oder eines E-Mail-Accounts reicht's aber :-) )
“It is impossible to defeat an ignorant man in argument.” (William G. McAdoo)

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