Online mit 56K-Modem

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Online mit 56K-Modem

Beitragvon BluesmanBGM » Mo 9. Sep 2019, 14:52

Nicht unbedingt ein beeindruckendes Galerie-Projekt, aber vor einigen Tagen ging es doch in einem Thread mal darum, wie ungewöhnlich es wäre, daß ich noch mit T-Online, Tonwahl und 56K-Modem über die Telefonbuchse online gehen kann.

Ich hatte es gestern erst wieder verkabelt, weil ich etwas per ws_ftp hochzuladen hatte. Es funktioniert noch immer problemlos, auch mit 20 Jahre alter 16-Bit-T-Online-Software. Das Modem piept und pfeift und bekommt Antwort. Hier mal einige Fotos zur Illustration (sorry, die Bilder sind etwas dunkel-grieselig und unscharf. Das sieht in Wirklichkeit doch etwas besser aus):

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Aufbau mit Toshiba-Notebook (Pentium 120 mit DOS 6.20 und WfW 3.11/Calmira XP) und 56K-Modem.

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Kabel in der Telefonbuchse (schwarz = Modem, rot = Telefon)

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Es wählt und pfeift und piept... Nach der Verbindung versucht er dann allerdings, über das BTX/CEPT-Port Updates zu ziehen. Da muß man einfach auf "Abbrechen" klicken und der Browser öffnet sich.

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Online mit Netscape 4.08 auf der Downloadseite von win31.de.

Na also, geht doch. Macht das außer mir wirklich niemand mehr so? Alles andere ist doch neumodischer Schnickschnack ;-).

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Re: Online mit 56K-Modem

Beitragvon S+M » Mo 9. Sep 2019, 17:18

Interessant, dass es überhaupt noch geht. Ich persönlich habe diese Zeiten kaum noch miterlebt. Vorallem wurde das Inetnet aufgrund des Preises damals auch weit weniger genutzt.

€dit: Da dauert der Seitenaufbau aber ziemlich lange, sobald Bilder ins Spiel kommen?
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Re: Online mit 56K-Modem

Beitragvon BluesmanBGM » Mi 11. Sep 2019, 09:51

Naja, wenn die Bilder nicht allzu groß sind, dauert es für mein Empfinden nicht besonders lange mit dem Seitenaufbau. Man muß sich halt passende Webseiten suchen, die noch angenehm mit Modem und altem Browser zusammenarbeiten. In dem Sinne finde ich es persönlich immer unpassend, wenn Seiten zu Retrothemen mit modernen Funktionen und großen Bildern etc. daherkommen, so daß man auf "klassische" Weise gar nicht mehr draufkommt.

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Re: Online mit 56K-Modem

Beitragvon Sven » Mi 11. Sep 2019, 17:16

In Windows XP scheint es also gerade noch zu funktionieren. Jeder Versuch mit Win 98 oder älter ins Netz zu kommen scheitert heutzutage an einem anderen Problem: die kompatiblen Browser funktionieren mit 95% der heute eingesetzten SSL Zertifikate nicht. Also müssen die nötigen Treiber etc. über die Dateifreigabe CD oder Diskette auf den Retro PC kommen ;-)
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Re: Online mit 56K-Modem

Beitragvon S+M » Mi 11. Sep 2019, 20:28

Das ist kein Windows XP, sondern wfw3.11 mit einer XP nachempfundenen Oberfläche. Ein XP hilft einem auch nur bedingt, denn moderne Browser wollen sogar SSE2 sehen, das hat ein Pentium nicht einmal ansatzweise (natürlich könnte man es selbst ohne SSE2 kompilieren).
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Re: Online mit 56K-Modem

Beitragvon Sven » Mi 11. Sep 2019, 20:57

Hoppla, man sollte schon lesen, was man kommentiert. Das ist natürlich erst recht beeindruckend. Vielleicht gibt es ja irgendwann wieder einen Browser, der auf alten Systemen läuft... Ich meine in meinen Versuchen war es der Firefox 2.0.x, da ging nichts mehr
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Re: Online mit 56K-Modem

Beitragvon BluesmanBGM » Fr 13. Sep 2019, 11:01

Sven hat geschrieben:In Windows XP scheint es also gerade noch zu funktionieren.


Hehe, da ist mein kunterbuntes WfW 3.11 mit Calmira wohl so überzeugend, daß es glatt für echtes XP gehalten wird. Jetzt stellt sich nur die Frage, ob es ein Kompliment für Windows ist, wenn es für XP gehalten wird ;-).

Sven hat geschrieben:Das ist natürlich erst recht beeindruckend.


Nuja, beeindruckend würde ich jetzt nicht sagen, dafür hätte ich ja eine Leistung erbringen müssen. Das Modem anstecken und in der T-Online-Software auf "Anwahl" klicken ist jetzt nicht so besonders. Es überrascht halt nur, daß von T-Online nach wie vor Antwort kommt, und man nicht mit Verweis auf die veraltete Software sofort rausfliegt.

Sven hat geschrieben:Jeder Versuch mit Win 98 oder älter ins Netz zu kommen scheitert heutzutage an einem anderen Problem: die kompatiblen Browser funktionieren mit 95% der heute eingesetzten SSL Zertifikate nicht.


Wobei man da wohl einen Unterschied machen sollte zwischen "ins Netz kommen" und "aktuelle Webseiten/Dienste verwenden". Von SSL-Zertifikaten verstehe ich zugegeben nichts, aber für mich ist ein Rechner dann online bzw. im Internet, wenn ich auf dem Bildschirm Inhalte habe bzw. Daten empfangen und verschicken kann, die von außerhalb kommen oder nach außerhalb gehen. Und abseits vom bunten www geht das ja z.B. auch mit ftp-Tools etc.

Chris

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