Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

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PC-Bastler

Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon PC-Bastler » Mo 11. Mär 2019, 07:41

Hallo,

das hier ist zwar ein DOS Forum, Linux Fragen sollte ich deshalb auch in einem Linux Forum klären, mich aber interessiert zuerst mal, welche schlanke Linux Distributionen Ihr kennt, die von DOS aus booten können, möglichst ohne voel Konfigurationsaufwand.

Am besten wäre so etwas wie: LoadLin <Name des Linux Kernels>

Die vorgeschlagene Linux Distribition sollte möglichst schlank sein, der Boot auch für den Laien konfigurierbar sein und sie sollte in den grafischen Desktop booten (XfCE oder LxDE oder anderen schlanken aber Windows ähnlichen Desktop, Konsole habe ich ja in DOS. Dosemu sollte wie immer vorinstalliert sein, damit ich auch vom grafischen Desktop aus DOS Anwendungen starten kann. Das Ganze sollte auch unter Freedos funktionieren.

Und es soll zuerst weiterhin DOS booten und nur wenn ich es extra aufrufe, zB. per .bat Datei, soll Linux auf diesen separaten Aufruf hin booten. So wie das unter Win 3.11 war, da konnte ich in DOS booten und erst mit Aufruf von win.com kam ich in Windows. Sowas sollte es doch auch für Linux geben.

Aber mit welchen Linux Distributionen geht das. AbiWord, Gnumeric und eine kleines Datenbanksystem, paar Spiele und andere nüzliche Programme sollten mit an Bord sein, und vom grafischen Desktop aus aufrufbar sein. Der aktuelle Ubuntu Desktop ist mir zu spartanisch. LxDE, XfCE o.a. sollte es vom Comfort her schon sein. Aber eben von DOS aus optional bootbar und das auch für den Laien beherrschbar.

Welche Linux Distributionen kommen da in Betracht?
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Thomas
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Thomas » Mo 11. Mär 2019, 10:23

Verstehe die Frage nicht. Du schreibst "... Sowas wie loadlin... "
Warum nimmst du dass dann nicht?
Auszug Wikipedia: "Loadlin ist ein freies Betriebssystem-Startprogramm (Bootloader) mit dessen Hilfe von Windows-9x- oder MS-DOS-Systemen ein Linux-Kernel gestartet werden kann."
Beachte vorallem den Teil mit MS-DOS.
Zum Desktop: was genau meinst du mit spartanisch?
Ubuntu basiert auf Gnome3 welches viele und nützliche Funktionen hat und SEHR resourcenhungrig ist. LXDE (LIGHTWEIGHT-X-DesktopEnvironment) dagegen ist mit das "leichteste" was man nutzen kann.
Das Problem sehe ich eher bei loadlin. Das kann einen Kernel starten, wie es jetzt aber eine komplette Linux distro booten soll, das weiß ich nicht. so etwas wie ein chroot gibt es unter DOS nicht, oder?
Weiß auch nicht was Du für einen Rechner hast. Für sämtliche aktuellen Ubuntu flavours sollte es schon 1,5ghz und 2GB RAM aufwärts sein, aber wozu DOS dann auf so einer Maschine?
Schau dir Mal puppy an. Das ist grafisch und für alte Systeme gedacht.
Sag Mal Bescheid wenn du es hinbekommen hast. Würde mich auch Mal interessieren.
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Gigabyte GA-586HX, P54C 100@75MHz, 24MB RAM, AVGA3-22-1M ISA, RTL8029AS PCI, Goldstar Prime 2 ISA, MA5ASOUND, Dreambl. X2 DB, HD 4x2GB, 48x CD, 3,5" Floppy, 2xRS232, 1xPar., PS/2 Maus
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon PC-Bastler » Mo 11. Mär 2019, 13:18

Mit spartanisch meine ich sowas wie Blackbox oder der aktuelle Unbuntu Desktop mit der Taskleiste links.

XfCE, LXDE, Gnome, KDE sind da schon wesentlich besser, die bieten den Komfort den ich haben will.

Und ich will paar nützliche Anwendungen plus funktionierendes Internet ... dabei haben ohne auf der DOS Ebene mit den Netzwertreibern auch der Kommandozeile rumfrickeln zu müssen.

Und NEIN, es gibt auch sehr kleines Linux und dennoch mit anständigem Windows ähnlichem Desktop:

Damn Small Linux.

Hier:
https://www.bing.com/search?q=damn+smal ... lang=de-DE

Und hier ist ein Download:
https://www.netzwelt.de/download/6031-d ... linux.html

Das Paket ist nur 50MByte groß und läuft auch auf 80486 Rechnern noch flüssig!

Auf YouTube gibt es eine Anleitung die folgende Zeile vorschlägt, in die config.sys aufzunehmen:

[DOS]

[LINUX]
shell=Loadlin.exe @loadlin.par

Wo aber gibt es die Loadlin.par? Die ist in Damn Small Linux nicht dabei.

Im Damn Small Linux Paket gibt es die Kernel Datei linux24 im \boot Ordner und im Ordner \KNOPPIX die Datei KNOPPIX.

Kann ich da einfach schreiben: Loadlin KNOPPIX bzw. loadlin linux24 oder muss ich da noch andere Optionen geben.

Wie mache ich das mit Grub4DOS, dieser Bootlader kann .iso Dateien booten. Und Damn Small Linux kommt als .iso Download. Genügt es eingach grup.exe <meinlinux>.iso zu schreiben? Wenn nicht, was dann?

Letzteres kann ich inzwischen mal ausprobieren.

Das andere ist mir noch nicht gelungen.

Und die GUI ist zwingend, die Konsole habe ich ja in DOS schon. Also muss aiuch der XServer samt dem Desktop starten.
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Thomas
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Thomas » Mo 11. Mär 2019, 14:40

DSL ist mir wohl bekannt. Na, wenn dir eben das zusagt, dann nimm es doch einfach. Klar bootet das auf dem 486 aber Internet mit den heutigen, flash und html5 überladenen Seiten halte ich für unmöglich. Das war auf meinem P3 1200MHz schon, naja, mangelhaft.
Dein Beispiel aus YouTube sieht mir aber nach einem Bootmenü für DOS 6+ aus. Dann kannst du doch gleich DSL auf einer separaten Part installieren. Klar, du willst darauf hinaus dass du mit der Möglichkeit auch direkt in der DOS command Shell booten kannst. Sicher. Ich weiß aber nicht wie es dann mit dem Speicher aussieht. Das Linux wird sicherlich in einer ramdisk laufen. Bei puppy ist das so.
Wie man das jetzt aber einrichtet weiß ich nicht. Hatte nie den Bedarf, da ich nur Linux zum verschieben von Daten im Netzwerk benutzt hatte weil ich es seinerzeit mit win 3.11 nicht hinbekam.
Ich empfehle die Mal die manpages von loadlin und grub4dos durchzulesen. Bzw howtos aus den Wikis.
Wiki.ubuntuusers.de ist sehr gut.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon PC-Bastler » Mo 11. Mär 2019, 16:33

Heutiger Rechner und auch ei 80486 können GUI. Kommandozeili ist da beim besten Willen nicht mehr zeitgemäß, auch nicht zum bloßen Starten von DOS Spielen, und es gab schon damals GUI für DOS, da gab es Desqview/X, PC-GEOS und eben Windows, das in Version 3.11 auf dem 80486 richtig gut und flüssig lief. VfW (V)ideo (f)ür (W)indows lief da schon mal erstaunlich gut und flüssig, da hatte ich später dank langsamem Internet mit YouTube auf heutigen Betriebssystemen schon mehr Probleme mit ruckligen Videos. Heutige Rechner können GUI und meine DOS/Linux Kombination soll diese GUI für DOS liefern zumal ja Dosemu eh vorinstalliert ist und DOS Programme somit dafinitiv auch von der GUI aus problemlos startbar sind. WIe läuft denn da das Internet mit Dillo oder Arachne? Gibt es dort diese Probleme auch? Wenn ja, dann wird zumindest mit einem Linux Browser nichts schlechter. Im Firefox lässt sich Java Script und Flash sogar abschalten, in meinem Iceweasel unter Konoppix 7.7 ist das sogar die Standardeinstellung. Warum heute noch Kommandozeiule und der hässliche Textmode. GUI will ich haben auch in DOS. Und diese GUI soll mir so ein schlankes Linux bitteschgön liefern. Möglichst als offizielle Beigab zu heutigem DOS. Wer das dann nutzen will, bekommt die Möglichkeit, wer auf der Kommandoziel bleiben will, kann das auch tun, niemand ist gezwungen GUI zu verwenden. UNter Linux muss niemand den XServer installieren, wenn er lieber auf der Kommandoziele arbeitet. Seal, Ozone ... sind gut und schön, da fehlen aber brauchbare Anwendungen, die unter diesen GUIs laufen. Diese Lücke könnte so ein kleines 50 MBYte großes Linux schließen, da sind die wichtigsten Standardanwendungen schon dabei. Leafpad als Editor liefert sogar Textformat, auch Abiword kann das.

Aber vielleicht brauche ich das ja bald wirklich nicht mehr. In den USA gibt es eine so genannte "Fair Use" Lizenz bei alter Software. Solange ich nichts kommerzielles mit dieser Software mache, darf ich mir die runter laden!!!! Da gibt es inzwischen auch WINDOWS 9X. Da sind zwar im Gegensatz zur Linux GUI noch nicht so viele Anwendungen dabei, aber die gibt es ja wie Sand am Meer, wegen der großen Verbreitung von Windows. Notepad++ zum Beispiel für umfangreiches Editieren, Die spreziellen Funktonen von Word braucht nicht mal der Heimanwender der eine wichtige Bewerbung schreiben muss. Vielleicht gibt es am Ende sogar AbiWord und Gnumeric auch für Windows!

Das heißt, wenn wir jetzt noch das Softwarerecht absolut dogmatisch auslegen wollen, bleibt immer noch die von mir vorgeschlagene Linux Lösung. Dualboot mit timeout. Wenn ich während des timeout nichts mache, wird in XServer gebootet, wenn ich eine Taste während des tiomeout drücke kommt der DOS Prompt. Oder umgekehrt, wenn ich beim Booten die Taste drücke, wird in XServer gebootet. Wird ich dann sehen, wie ich es mache, wenn ich die Lösung gefunden habe. Archive.org ist so eine Webseite mit "Fair Uuse" Software und da ist auch Windows 98 dabei, mit Produkt Key! Selbstverständlich wäre auch das eine gute DOS GUI.

Wenn aber leider leider das Softwarerecht hier in Deutschland dies nicht zulässt, obwohl die Software in den USA unter "Fair Use" frei gegeben ist, bleibt nur die Linux Lösung. Immerhin wurden UNGERECHTERWEISE vor einigen Wochen 2 Studentinnen verurteilt, weil sie abgelaufene Lebensmittel aus einem Container bei REWE genommen haben. Der Eigentümer hat mit der Ablage in diesem Container doch schon auf sein Eigentumsrecht verzichtet, er verkauft diese Lebensmittel nicht mehr. Er verdient damit keinen müden Cent mehr!!! Wie viele Menschen sind in unserem Land auf Essen von der Tafel angewiesen und die Supermärkte werfen Lebensmittel einfach weg. Die könnten sie ebensoguut auch billiger verkaufen. Wenn sie das nicht wollen dann fordere ich eine Spendenpflicht, wie das auch die Tschechische Republick schon macht. Was hat das nun mit alter Software zu tun? Nun, da ist das Recht und Gesetz ebenso dogmatisch und hier sind Internetforen noch dogmatischer als die Softwareeigentümer selber! Ich leiste hier bewusst Widerstand gegen diese Praxis. Wenn ich alte Software weiter gebe, an der eh keiner mehr was verdient, schade ich niemandem! Anders sähe es aus wenn ich noch verkaufte Software weiter geben würde!

Nun gibt es aber die "Fair Use" Lizenz und da ist wohl nun endlich auch Windows 9x dabei! Absolut in meinem Sinne. Ist damit auch dieses Forum hier einverstanden? Darf Archive.org hier verlinkt werden? Wie sähe die Rechtslage in diesem Fall aus wenn Windows 9x offizieller Bestandteil von Freedos würde? Oder Windows 3.11? Oder soll ich dann doch lieber bei meiner Linux Lösung bleiben? Heutige Rechner können GUI. Eine letzte Kommandozeilenbastion braucht es da nicht. Wer Kommandozeile will, kann die auch bei optional angebotener GUI noch immer nutzen. Windows 10 bietet da mit der Power Shell sogar ein ganz besonderes Bonbon für die Kommandozeilen Puristen. Und wer die Powershell nicht nutzen will, bleibt halt auf der GUI. Diese Freiheit fordere ich auch für DOS. Hier im Forum ist die soweit gewährleistet, dass es auch Extra Foren für Win3x und Win9x gibt. Wer davon nichts nutzen und seine Dos Anwendungen vom Dos Prompt aus starten will, kann das immer noch tun und ist nicht gezwungen, sich in den Windows Foren rumzutreiben.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Thomas » Mo 11. Mär 2019, 19:34

Wo bitte habe ich denn geschrieben dass 486 keine GUi "können" ? Selbst 286 und Amiga können das. Damals auf dem 486 habe ich gerade zu Anfang viel DOSSHELL.EXE benutzt. Ich sagte dass sie keine modernen Seiten mehr in akzeptabler Geschwindigkeit anzeigen können und Flash ist nicht einfach grafischer Schnick-Schnack sondern enthält auch Steuerelemente. Ich behaupte jetzt einfach mal, ohne Beleg, dass ein Browser mit deaktiviertem Flash einen Großteil der Webseiten nicht anzeigen kann, bzw. man sie nicht nutzen kann. Aber egal.
DOS ohne Gui ist nicht Zeitgemäß??? DOS ist nicht Zeitgemäß!!! Es zu nutzen hat für mich, und ich denke ich spreche für gaaaaanz viele andere hier, nostalgischen Wert. Da WILL man keine Gui. Und wenn ich Linux nutze (was ich aus Überzeugung gern tu) möchte ich auch eine GUI. Aber da mache ich sämtliche Konfigurationen in der Ba$h! Wie Du selber schon sagtes, wer nicht drauf verzichten kann/will, nutzt die Kommandozeile eben.
Aber DOS ohne Gui nicht zeitgemäß? Interessanter Streitpunkt. Ich meine Du hast irgendwo FreeDOS erwähnt, da kommt doch bei der CD-ISO eine optionale GUI mit, meine ich. Hast Du die schon angetestet?
Ich verstehe jetzt aber wozu Du Linux in dem Fall brauchst. Nur was ich jetzt noch nicht ganz verstehe, wozu um alles in der Welt brauchst Du DOS??? Du schreibst dass Du DOS Spiele, Tools, etc. im DOSEMU emulieren willst und mal eben "CD SPIELE\HAUMBLAU" <ENTER> "HAUMBLAU" <ENTER> Sei nicht zeitgemäß.
Ich denke ein halbwegs moderner Rechner mit einem reinen Linux + GUI + DOSBOX + WINE + DOSEMU wäre das richtige für Dich. Aber egal, Du wirst, wie auch wir, Deine Gründe haben echtes DOS zu installieren. GOOGLE mal nach GUI for DOS. Es gab / gibt einige gute Projekte. (Freeware oder OpenSource)

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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon b20a9 » Di 12. Mär 2019, 23:58

Ich habe auf meinem schwachbrüstigen EeePC 901 die antiX Linux Distribution drauf, welche sehr gut läuft. Aber für einen 486er ist die auch schon zu Resourcenhungrig denke ich.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon macmurphy » Fr 22. Mär 2019, 19:03

KolibriOS hätte ich da noch zu bieten oder seinen Vorgänger MenuetOS. Für die DOS Spielefreaks eine Fundgrube, da dort schon ordentlich Spiele vorinstalliert sind. Ein DOS Emulator soll auch an Bord sein. Mit 50MByte Speicherbedarf ein echtes Leichtgewicht und komplett in Assembler geschrieben, also definitiv auch was für Uralt-Rechner an 80386, da 32Bittig.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Thomas » Fr 22. Mär 2019, 20:50

Wie denn in Assembler? Der DOS emu oder was meinst Du?
Unter Linux wird größtenteils in C gecodet, manchmal auch C++ aber eher selten. Der Linux Kernel besteht jedenfalls überwigend aus C und ich kann mir nur schwerlich vorstellen dass man unter Linux mit Assembler hardwarenah proggen kann. Allein schon durch die HAL wird doch das unterbunden. Genau wie bei Windoof auch. Oder irre ich?
Zuletzt geändert von Thomas am Mo 25. Mär 2019, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Osmodia » Sa 23. Mär 2019, 16:12

Dir ist schon klar, dass, egal bei welcher Sprache, am Ende Maschinencode rauskommt? Außerdem ist KolibriOS kein Linux.
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Thomas
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Thomas » Sa 23. Mär 2019, 17:02

Ja na klar ist mir das klar. Binaries heißen ja nicht umsonst so.
Gebe zu dass ich Kolibri nicht kenne und einfach mal davon ausging es sei eine Linux distro. Ich wollte mich auch nicht festlegen aber ich habe mal gelesen dass man unter NT oder Linux basierten OS nicht hardwarenah programmieren kann weil die HAL das verhindert. Man kann doch da immer nur die jeweils verfügbaren APIs nutzen oder? Jedenfalls frage ich mich was zB Linux macht wenn man mit tasm probiert im protected mode mal eben direkt auf die Hardware zu zugreifen.
Wie gesagt, ich ging davon aus es sei so.
Zuletzt geändert von Thomas am Mo 25. Mär 2019, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon macmurphy » So 24. Mär 2019, 11:13

[Quote="Thomas"]
Wie denn in Assembler? Der DOS emu oder was meinst Du?
[/quote]

KolibriOS ist komplett in Assembler geschrieben und hat einen DOS Emulator an Bord, eignet sich also auch als GUI für DOS. Und es bootet rasend schnell. Schneller als jedes bekannte Linux.

[Quote="Thomas"]
Unter Linux wird größtenteils in C gecodet, manchmal auch C++ aber eher selten. Der Linux Kernel besteht jedenfalls überwiegend aus C und ich kann mir nur schwerlich vorstellen dass man unter Linux mit Sssembler hardwarenah proggen kann. Allein schon durch die HAL wird doch das unterbunden. Genau wie bei Windoof ach. Oder irre ich?[/quote]

Wieso sollte das nicht mit Assembeler gehen. Es gibt doch auch in Windows Assembler, die auf die Eigenheiten von Windows, einem Multitasking-Betriebssystem Rücksicht nehmen. Das API wird dann in Assemblerschreibweise genau so angesprochen, wie andere in diesem Assembler vordefinierte Funktionen irgendeiner Bibliothek. Da bekannt ist, dass direkte Hardwarezugriffe tabu sind, braucht es halt passenden API Funktionen, die auf die Hardware zugreifen, dann halt über Driver.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon Thomas » So 24. Mär 2019, 13:33

OK, gebe ich zu, das wusste ich so nicht. Aber welchen Sinn ergibt es eine Recht komplizierte, hardwarenahe Sprache zu verwenden, wenn sie dann doch nur auf eine api zugreift, die womöglich noch in VC geschrieben ist? Dann kann man doch auch selbst grad eine "bequemere" hochsprache nutzen? Assembler ist doch nur dann so rasend schnell wenn er ohne hal direkt auf die Hardware zugreift. Oder ist das falsch?
Seht, ich möchte hier keineswegs rumdiskutieren noch widerlegen was ihr schreibt, sondern es verstehen.
Über Kolibri habe ich mich schon informiert. Ja, das ist etwas völlig eigenständiges. So kann man irren. Ich dachte es sei nur wieder eine von vielen Linux distris. Das werde ich mir mal näher anschauen
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon macmurphy » Mo 25. Mär 2019, 12:00

Der Sinn beseht darin, ein platzsparendes schnelles Betriebssystem zu haben oder im Kontext mit DOS eine schnell bootende GUI. Geht ja auch mit Grub4Dos vom Dos Prompt aus und so sieht es für den Anwender aus, als würde er einfach eine grafische Oberfläche für DOS starten. Indem man die Grub-Kommandozeile in eine .bat Datei schreibt und dieser einen aussagekräftigen Namen für die gestartete GUI gibt.

Auch in Assembler programmiert man nicht alles selber, auch dort greift man auf fertige Bibliotheken zurück.

Die zweifellos bequemere Hochsprache hat einen höheren Ressourcenbedarf und Programmstart wie auch booten dauern wesentlich länger und es braucht leistungsstärkere Hardware.
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Re: Welche schlanke Linus Distri bootet von DOS aus?

Beitragvon BluesmanBGM » Di 26. Mär 2019, 13:50

macmurphy hat geschrieben:KolibriOS ist komplett in Assembler geschrieben und hat einen DOS Emulator an Bord, eignet sich also auch als GUI für DOS. Und es bootet rasend schnell. Schneller als jedes bekannte Linux.


Hat jetzt eigentlich nichts mit dem Thema zu tun, aber es wundert mich ein wenig, daß KolibriOS auf der einen Seite als flink und effektiv und 100% Assembler präsentiert wird, als Hardwareanforderung auf der Webseite aber trotzdem mindestens ein Pentium/i586 aufgeführt ist.

Okay, sieht optisch recht schnieke aus, aber läuft es eigentlich auch unterhalb der Pentium-Schwelle?

In jedem Fall ist es weit genügsamer als die üblichen Linuxe, die gerne mal mit "für ältere Rechner geeignet" beworben werden, aber dann trotzdem noch nicht mal mit einem P1 und erst recht nicht mit 64 MB RAM bedienbar laufen wollen. Ich hatte vor Jahren mal eine Phase, in der ich mir überlegt hatte, noch ein zweites (grafisches) OS als Alternative zu meinem DOS zu haben, aber die Versuche mit Linux haben mich dann doch desillusioniert. Warum sollte ich meinen Rechner mit soviel Ballast und Plattengeratter belästigen? Also ist es doch bei DOS-only + WfW 3.11 geblieben.

Chris

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